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Architektur - Böttcherstraße |
25. März 2004 |
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Runge und Scottland bekommen den Auftrag das Haus des Glockenspiels und das Kaffee-Hag-Haus zu bauen. Dies war 1923 bis 1926. Roselius hatte nicht die Absicht, die Böttcherstraße vollständig dem Heimatschutzgedanken zu verpflichten. Weil, so meint er, das zu langweilig wäre. Es muss etwas spektakuläres aufsehenerregendes, halt etwas, was den Menschen fasziniert und anzieht, sein. Nach dem Runge entlassen wurde kam der Bildhauer Bernhard Hoetger. Durch seine Architektur wird die Böttcherstraße zu einer Attraktion "die der Fremde nicht übersehen darf". 1926 baut B. Hoetger das Museum für die Bilder von Paula Moderson-Becker. Hierzu fertigt er keine Bauzeichnungen an, sondern "modelliert" vor Ort, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Er zog damit alle Register der psychologischen Einflussnahme auf den Besucher:
1929/31 baut Roselius erneut mit Hoetger, und zwar das Haus Atlantis. Hier werden keine Ziegelsteine verwendet. Stattdessen nur Industriestahl und Glas. Die Wände bestehen hier also nur aus Pfeilern und Fenstern, die direkt in das parabolisch gewölbte Dach übergehen. (Diese Fassade ist heute leider zerstört). Unter diesem Dach befindet sich der "Himmelssaal", in dem die Glas- und Lichtarchitektur der "gläsernen Kette" auf fantastische Weise Wirklichkeit wird. Die Treppe, eine Wendeltreppe, befindet sich in einem gläsernen Zylinder. Sie "schwebt" frei auf drei Pfeilern. Der Film "Metropolis" diente als Vorbild für diese fantastische Architektur. Dieses Gebäude ist der "Väter Kunde", also "der Herkunft und Kultur des nordischen Menschen" (so Roselius), gewidmet. Von B. Hoetger sind außerdem einige Bronze-Plastiken über die gesamte Böttcherstraße verteilt. |
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