Deutsch - Inhaltsangabe

10. Januar 2002

"Und Richard lebt auch nicht mehr"

In der Kurzgeschichte "Und Richard lebt auch nicht mehr" von Wolfdietrich Schnurre geht es um den Kampf zwischen Nazis und Linken. Der Autor der Geschichte als Kind und andere Kinder warten vor der großen Druckerei in der Karl-Liebknecht-Straße darauf, dass sie die Flugblätter verteilen dürfen. Sie verteilen für die Roten, die Sozis, die vom Düsterberg oder für die Nazis. Sie arbeiten dann immer für zwei Parteien. Heini findet das reeller, dann haben die Leute eine Vergleichsmöglichkeit. Richard, der Gegenspieler von Heini, ist der Meinung, dass man nicht für alle arbeiten kann, das findet er "stuppig". Er arbeitet nur für die Roten. Sein Vater, auch ein Roter, hängt am Montag der Wahlwoche ein Bild von Teddy Thälmann an sein Haus, so dass es genau mittig hängt. Der Vater des Autors vergisst meistens, dass Wahlsonntag ist. Er findet, dass die Sozis noch am anständigsten sind, und wählt immer nur diese. Aber er verschläft meist den Wahlsonntag und meint und meint, die sollen die Wahlen Werktags machen. Die Kinder ziehen Abends los und kratzen die Naziplakate von den Zäunen ab. Sie bewerfen beim Straßenbahnstreik die Streikbrecher mit Steinen. Der Vater des Autors meint, dass sein Sohn sich aus so etwas raushalten solle. Die Die Schule in Weißensee ist damals ganz neu. Die Kommunisten und die Sozis haben sie zusammen mit den Eltern gebaut. Sie haben Lebenskunde und Schülerparlament, das Lehrer absetzen kann. Jede Klasse hat einen Abgeordneten. Richard weiß genau, dass der Turnlehrer, Herr Franke, in der SA ist. An einem Morgen stehen alle Kinder vor der Schule, ohne dass jemand reingeht. Auf dem Dach der Schule ist eine Nazifahne gehisst. Alle singen zusammen ganz laut die Internationale. Dann kommt der Rektor und geht mit dem Klassenvertreter auf das Dach. Dann singen wieder alle, während Richard zu der Fahne hinbalanciert. Als er sie abgemacht hat, kommt Herr Franke. Im Kampf mit Herrn Franke verwickelt er sich in die Fahne, fällt vom Dach auf den Schulhof und ist tot. Da kommen die Polizeiautos. Aber sie haben nur ein paar von den Schülern gekriegt. Die Kinder bleiben noch eine Weile von der Schule fern, bis eine Karte kommt: Schulstreik ist ungesetzlich. Richards Vater hohlen sie dann auch noch ab.

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