Deutsch - Interpretation

18. Dezember 2003

"Wolf Alkohol im Schafspelz Limonade"

In dem Zeitungsartikel aus dem Weser-Kurier vom 14. 11. 2003 "Wolf Alkohol im Schafspelz Limonade" von Miriam Bandar geht es um die Risiken bzw. Folgen, die mit Alcopops verbunden sind. Alcopops sind unter anderem  Schuld daran, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen nach jahrelangem Abwärtstrend wieder steigt. Klaus Hurrelmann (Jugendforscher) meint, dass die Alcopops auf sehr junge Konsumenten zielen, den, bereits 3,6 % der Elfjährigen trinken regelmäßig. Diese Getränke sind bunt, schmecken nach Fruchtsaft und enthalten doch 5 bis 6 % Alkohol. Die Hersteller der Mixgetränke  wollen mit dem Aufdruck "ab 18" warnen und zielen auf 20- bis 30-Jährige. Die Schweiz hat schon mit einer Vervierfachung der Steuern reagiert.

Die Jugendlichen haben Stress in der Schule oder zu Hause und greifen dann zum Alkohol, weil sie meinen, damit den Stress bewältigen zu können. Dazu kommt noch, dass man einfach nur mitmachen und dabei sein will, wenn andere in der Gruppe etwas machen. wenn also z. B. alle anderen Kumpel Alcopops trinken, will man das selber auch, um nicht außen vorzustehen.

Außerdem sprechen die hellgrünen, dunkelroten, sonnengelben und weißen Flaschen genau den Geschmack der Jugendlichen und Kindern an. Und wenn diese dann in Discolicht leuchten, ist das natürlich besonders cool. Und dann sind es auch noch die verrückten Namen, die sich die Frimen für ihre Getränke ausdenken, die spannend klingen und deshalb zu Kauf anregen.

Die Verantwortung für die Risiken der Alcopops tragen in erster Linie die Firme, die diese Getränke auf den Markt gebracht haben. Sie wollen damit schon Kinder an den Alkohol heranführen, so, dass diese ihn nicht bewusst merken. Sicher haben sie die Flaschen ganz bewusst nicht mit einer großen Aufschrift "ab 18 Jahren" versehen. Und der Erfolg lässt sich wohl unschwer erkennen.

Mann sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass die Eltern der Kinder vielleicht besser aufpassen müssen, was ihre Sprösslinge kaufen und trinken. Denn sie sind schließlich die Erziehungsberechtigten, die die Verantwortung für ihre Kinder haben.

Die Möglichkeit der höheren Steuern, die die Schweiz bereits in die Tat umgesetzt hat, ist sicher hilfreich, um diesen Alcopops ein ende zu bereiten. Denn so werden die Mixgetränke teurer und könne mit dem Taschengeld der Kinder und Jugendlichen nicht mehr in diesen Mengen erworben werden wie bisher. Noch besser wäre es aber meiner Meinung nach, wenn die Läden, in denen die Alcopops verkauft werden, besser darauf achten, an wen sie diese verkaufen. Kassierer im Supermarkt müssten sich also zum Beispiel den Ausweis von Jugendlichen zeigen lassen, um zu überprüfen, ob der Käufer bzw. die Käuferin tatsächlich 18 Jahre alt ist.

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