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Deutsch - Interpretation |
25. Mai 2004 |
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"Das Stenogramm" In der Kurzgeschichte „Das Stenogramm“ von Max von der Grün geht es um einen schweren Autounfall, wo ein PKW bei vereister Straße an einen Baum fährt. Anschließend kommen immer wieder Leute vorbei gefahren, die aber nicht anhalten, weil sie aus persönlichen Gründen nichts mit der Polizei zu tun haben wollen. Der eine, weil er seine Papiere vergessen hat, der andere, der seinen Führerschein abgeben musste. Ein weiterer dessen Auto nicht in Ordnung ist. Und ein Mann+ der mit einer anderen Frau unterwegs ist und Angst hat am nächsten Tag von seiner Ehefrau in der Zeitung entdeckt zu werden. Erst nach einer Stunde hält ein Streufahrzeug an und der Fahrer ruft die Polizei. Am nächsten Tag steht der Vorfall in der Zeitung, die alle Passanten lesen. Der
Text weist trotz wörtlicher Rede keine Anführungsstriche auf. Das lässt
darauf schließen, dass es sich um jede x-beliebige Person handeln kann, die
diese Worte ausspricht. Die Geschichte liest sich wie Tagebucheinträge,
dadurch, dass in regelmäßigen Abständen die Uhrzeit notiert ist. Was die
kurzen Abstände zwischen den vorbei fahrenden Fahrzeugen deutlich macht. Aber
dies lies sich schon vorhersehen, als man den Titel der Geschichte „Das
Stenogramm“ gelesen hatte. Denn der Text ist halt genau wie ein Stenogramm
stichwortartig geschrieben. Die
Geschichte macht deutlich, das viele Manschen wie Du und ich eine gewisse Angst
haben der Polizei zu begegnen, weil sie dann eventuell selbst kontrolliert
werden könnten. Und bei dieser Kontrolle könnte der eigene Fehler auffliegen.
Also hilft ein Großteil der Bevölkerung nicht, wenn sie mitbekommen, dass ein
Mitbürger in Gefahr ist, denn sie könnten selbst in Kontakt mit der Polizei
geraten. Also nur sehr wenige Menschen leisten Zivilcourage. Die meisten unterlassen eine nötige Hilfeleistung. Streng genommen könnte man bei denen von Egoismus sprechen. Geschichten
wie diese lassen sich täglich beobachten. Wenn beispielsweise in der Straßenbahn
Mädchen von einem Mann dumm angequatscht werden, so dass sich diese bedroht fühlen
Dann werden andere Menschen, die sich in der Bahn befinden, eher die Nähe
dieser Auseinandersetzung meiden und sich weiter weg setzen, anstatt dass sich
welche einmischen und versuchen, den Streit zu schlichten. Ein
anderes Beispiel ist, wenn jemand an einer stark befahrenen Hauptstraße einen
Unfall hat und erst nach zehn Minuten jemand anhält um ihm zu helfen, nachdem
schon vielleicht hundert Autos vorbeigerauscht sind. Ähnlich
ist es wenn jemand versucht ein Fahrrad zu stehlen indem er zwangsläufig eine
große recht auffällige Zange verwenden muss. Und obwohl viele Menschen in
dieser Minute dort vorbeigehen, spricht niemand den Dieb darauf an, was er denn
dort tue. Diese
Geschichte sollte ein Aufruf sein, mehr Zivilcourage im alltäglichen Leben zu
leisten.
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