Deutsch - Zusammenfassung

3. September 2002

"Zeit für einen Neuanfang"

Reporter, die eine Sendung von der Flut machen, berichten, dass Kinder lachend durch die Straßen laufen und rufen, dass der Deich bricht. Es wird die Behauptung aufgestellt, dass die Flut Gemeinschaft schafft. Die Beteiligten empfinden die Situation sinnvoller als den tristen Alltag. Sie machen sich sorgen, dass die Flut zu schnell verebbt, die Schäden sichtbar werden und die Gemeinschaft zerfällt.

Eine ähnliche Situation ergibt sich aus dem 11. September, wo aus New York binnen kurzer Zeit eine Nachbarschaft entsteht. Und dann wäre auch noch die Flutkatastrophe 1972 in Hamburg, durch die der Politiker H. Schmidt einen unzerstörten guten Ruf bekommen hat. Die Katastrophe brach aus, weil auf der Nordsee tagelang kalte Stürme herrschten und ein Orkan durch ungünstige Tideverhältnisse Wasser in die Elbe drückte. Der Deich brach und Wilhelmsburg und Veddel wurden überflutet. Doch Schmidt übernahm das Kommando im Rathaus im durchaus zivil-militärischen Sinn. Dabei riskierte er sogar einen Verfassungsbruch.

In den zwei Stadtteilen lebte nicht gerade das "gute" Hamburg, sondern DDR-Flüchtlinge, Hafen- und Gelegenheitsarbeiter und Ausländer, also der typische Proletenmix. In der folge der Flut wird ein Wohnungsbauprogramm in Gang gesetzt.

Gegenüber den Flutopfern werden negative Gefühle gehegt. Z. B. die Frage ob die Betroffenen nicht zu viel Geld bekommen und ob die Spenden auch nur für humanitäre Zwecke ausgegeben werden. Dahinter steckt möglicherweise die begründete Ahnung, dass Menschen von etwas heimgesucht wurden, das einen Neuanfang ermöglicht.

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